Arbeitsgruppe "Graffiti"

Beschreibung

1. Historie

Ein massiver Anstieg von Straftaten durch Sachbeschädigungen in Form von „farbschmierereien“ führte im Jahr 1996 zu einer erheblichen Beeinträchtigung des öffentlichen Erscheinungsbildes der Stadt Hildesheim, so dass sich Hildesheimer Politiker an die örtlichen Medien wandten. Am 01.01.1997 wurde daher beim PK Hildesheim eine Arbeitsgruppe „Graffiti“ und zeitgleich bei der Stadt Hildesheim ein Arbeitskreis „Gegen Schmierereien in der Stadt“ eingerichtet. Mit Gründung des Präventionsrates Hildesheim ging dieser AK in der AG „Graffiti“ auf.

2. Zusammensetzung der Arbeitsgruppe

  • Stadtverwaltung Hildesheim ( Vertreter versch. Fachbereiche)
  • Staatsanwaltschaft Hildesheim
  • Haus & Grund Hildesheim e.V.
  • Malerinnung Hildesheim
  • Wohnungsbaugesellschaften
  • Jugendwerkstatt „LABORA“
  • Polizeiinspektion Hildesheim
  • Hildesheimer Allgemeine Zeitung
  • zeitweise: Hildesheimer Geschichtswerkstatt e.V., Vertreter der Politischen Parteien, Ratsmitglieder, Einzelhandelsverband, private Hausbesitzer und Arbeitsamt.



3. Aktivitäten

Einrichtung von zwei „Graffitibeseitigungsteams“ bei einer Jugendwerkstatt in Form von 8 ABM- Stellen mit dem Ziel, jugendliche Arbeitslose für das Malerhandwerk zu qualifizieren und Schmierereien an öffentlichen Gebäuden kostenlos unkenntlich zu machen ( 18.000 qm an mehr als 450 Gebäuden ). Finanzierung durch Spenden, aus Mitteln des Arbeitsamtes und durch den Förderverein des Präventionsrates.

Kontaktaufnahme zu „Sprayern“ in Verbindung mit der Hildesheimer Geschichtswerkstatt e.V. um sie aus der Anonymität zu holen und sie über die Gefahren zu informieren, sowie ihnen die Möglichkeit des betreuten legalen Sprayens zu geben.

Legal zu besprayende Flächen wurden und werden von der Stadt Hildesheim und Privateigentümern in Zusammenarbeit mit der AG und der Polizei zur Verfügung gestellt.

Gründung einer Arbeitsgruppe der Malerinnung zur kostengünstigen Beseitigung und Aufklärung über dauerhafte Schutzanstriche mit eigener Telefonnummer und Bekanntmachung durch eigenen Flyer (Inzwischen eingestellt).

Täter-/Opferausgleich in enger Zusammenarbeit zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe.

Durchführung von „Anti- Graffiti- Tagen“ als Informationsveranstaltung unter Beteiligung aller AG-Mitglieder in der Hildesheimer Innenstadt.

Erfahrungsaustausch durch Teilnahme an Veranstaltungen des Deutschen Städtetages in Köln, an Deutschen Präventionstagen und Zusammenkünften mit anderen kommunaler Präventionsräten.

Gestaltung von gefährdeten Flächen in Absprache mit den Eigentümern, zum Beispiel durch Begrünung, Anbringung von Werbeflächen oder farbliche Gestaltung.

Weitere ausführliche Informationen in Münster - finden Sie auch unter www.graffiti-muenster.de.