Arbeitsgruppe "55 plus Sicherheit"
Beschreibung
Unsere Ziele
- Wir stellen den älteren Menschen in den Mittelpunkt unserer Präventionsarbeit
- Wir wollen das subjektive Sicherheitsgefühl, die gefühlte Sicherheit, positiv beeinflussen; keiner soll in oder mit Ängsten älter werden,
- jeder soll wissen, wie er sich schützen kann und wer hilft.Wir wollen informieren, aufklären, beraten und helfen
Was tun wir
Wir klären auf über
- objektive Sicherheit und „gefühlte“ Sicherheit, deren Bedeutung, Einflussgrößen und Folgen
- Erscheinungsformen der Straftatenbegehung und ihrer Gefährlichkeit, wie z.B. beim Wohnungseinbruch und Handtaschenraub, beim Telefonterror und bei Risiken im Privatbereich und in der Öffentlichkeit
- die Täter, wie z.B. deren Motive, Alter, Kriminelle Energie
- Schutzmaßnahmen zur Verhinderung von Straftaten, über Verhalten in gefährlichen Situationen und Möglichkeiten der Hilfestellung pp.
Wenn wir Sie, Ihre Gruppe, Verein, Verband informieren sollen oder wenn Sie bei uns mitarbeiten möchten - so erreichen Sie uns:
Präventionsrat Hildesheim,
Walter Schwoche, Geschäftsführer, Fon: 05121 301-720
oder
Erhard Paasch, Moderator der AG "55 plus Sicherheit" Fon: 05121 66202.
Stand: 12.10.2006
Was muss man unter Sicherheit verstehen?
Was heißt objektive und was heißt subjektive Sicherheit?
Was sind die Folgen fehlender Sicherheit? Was ist zu tun ?
Sicherheit ist ein gesellschaftlicher Wertbegriff, ein Grundbedürfnis jedes einzelnen und der Gesellschaft als Ganzes!
Ohne Sicherheit gibt es keine freie Entfaltung der Persönlichkeit, keine Freiheit, keine Lebensqualität pp.!
Für eine Stadt ist Sicherheit ein „harter“ Standortfaktor, wenn auch als „weicher“ oft benannt. Viele Bürger und Firmen informieren sich über die „Kriminalitätsbelastungen“ einer Stadt bei ihren Standortentscheidungen.
Zur Sicherheit gehören zweifelsfrei:
- die „angezeigte“ Kriminalität, das Hellfeld der bekannt gewordene Kriminalität und
- die Kriminalität im Dunkelfeld, die nicht „angezeigte“ Kriminalität aber „gefühlte“ Kriminalität.
Beide Formen: „objektive“ also bekannt gewordene und nicht bekannt gewordenen Kriminalität sind Faktoren für das „subjektive“ Sicherheitsgefühl der Bürger.
Wenn man dabei zur Kenntnis nimmt, dass das Verhältnis von Hell- und Dunkelfeld 1 zu 10 auf die Delikte der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) ist, wird die Dimension und Bedeutung einer „gefühlten“ Kriminalität deutlicher.
Vor allem in einer „Negierung“ eines Dunkelfeldes bei allen Überlegungen und Planungen vieler staatlicher Stellen und Verantwortungsträgern liegt die Diskrepanz zwischen den statistischen Beteuerungen von Politik und Polizei und dem „gesunden“ Empfinden der Bürger einer Stadt.
Sicherheit fühlt, erlebt und bewertet jeder anders!
Dazu gehören unstrittig mehr Verhaltensformen als die Begehung von Straftaten. Die offenen und von daher zu klärende Fragen sind:
- welche Kriminalitätsformen und
- welche anderen Verhaltensformen bzw. Erscheinungen
- in welcher Intensität
beunruhigen den Menschen einer Stadt bzw. wirken auf sein subjektives Sicherheitsgefühl?
Zu bedenken dabei ist auch, dass Sicherheit subjektiv jeder anders fühlt!
Frauen mehr als Männer? Ältere mehr als Jüngere? Ledige anders als Verheiratete? Wo und wann?
Wenn es Ziel der Politik ist, das Wohl der Bürger einer Stadt zu optimieren, dann sollten alle Aspekte ernst genommen werden!
Das heißt konkret, wir müssen an die Menschen rann, mit ihnen reden, sie aufklären und informieren. Optimiert und "abgesichert" werden kann dann ein solch gewonnenes Stimmungsbild noch durch eine standardisierte Dunkelfelderhebung/Befragung für das: Was ist Warum?
Aus solchen Erhebungen können wir „gesicherte“ Konsequenzen ableiten für das: Wie der Bekämpfung?
Ergebnisse einer „gefühlten“ Sicherheit in Erfahrung zu bringen sollte das Ziel der Politik in einer Stadt sein ! Das hat Einfluss auf alle Maßnahmen von Politik und Verwaltung einer Stadt z.B. im baulichen, der Ansiedlung von Bürgern, dem Straßenbild, der Präsenz der Polizei, der kommunalen und polizeilichen Präventionsarbeit und vor allem auf des „gefühlte“ Sicherheitsgefühl der Bürger.
Das führt mittel- bis längerfristig zu einer lebenswerten Stadt
Fest steht: Ist das Sicherheitsempfinden gestört, hat das schwerwiegende Folgen, wie:
Das Vertrauen in Politik, Verwaltung und Polizei wird gestört!!
Das kann führen:
- Zunahme von privaten Sicherheitsdiensten
- Bürgerwehren
- Selbstjustiz
- Sozialer Rückzug
- Anzeigeverhalten geht zurück
- Forderungen nach mehr Gesetzen und höheren Strafen
- zur Staatsverdrossenheit, wie Hinwendung zu extremen Parteien, Wahlenthaltungen pp.
Was ist zu tun?
Wir wollen mit der Gründung einer Arbeitsgruppe „55 Plus Sicherheit“ in einem ersten Schritt stärker an das „subjektive“ Sicherheitsgefühl der Menschen heran, im konkreten Fall verstärkt an das der älteren Menschen. Das ist die Gruppe mit dem größten „Unsicherheitsgefühl“. Wenn wir das besser kennen, wissen wir auch mehr über die „Schwachstellen“ , die kriminogene Faktoren in unserer Stadt.
Wenn wir schon heute verstärkt Ängste abbauen können und ältere Bürger durch Aktivitäten im Sinne einer verstärkten und zielgruppenorientierten kommunalen Präventionsarbeit durch z.B. Informationen, Verhaltenstipps pp., in ihrer „gefühlten“ Sicherheit positiv beeinflussen, können wir schon jetzt wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität aller Bürger beitragen.
Erhard Paasch
Moderator der AG "55 plus Sicherheit“, Tel: 05121 66202

